mittelgegen.net Aktualitätscheck

letzte Überprüfung am 07.10.2015

Autorin
Young-Mi Kuen
Young-Mi KuenDipl. Pädagogin, B.A. Drehbuchunsere Autoren

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mittelgegen.net hat es sich zum Ziel gemacht, Probleme und deren Lösungen kompetent, aktuell und präzise zu präsentieren. Wenn Sie einen Artikel gelesen haben, sollten Sie genau wissen, was nun zu tun ist, um Ihr Problem zu lösen.

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Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa 350 Millionen Menschen an Depressionen. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 Depression zur zweithäufigsten Volkskrankheit werde. Im Jahr 2008 beliefen sich die Krankheitskosten zur Behandlung von Depressionen auf 5,2 Milliarden Euro2. Während bis in die 1970er Jahre die Elektrokonvulsionstherapie trotz schwer wiegender Nebenwirkungen zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wurde, werden heute überwiegend Antidepressiva verschrieben. Darüber hinaus haben sich bei leichten bis mittelschweren Depressionen das pflanzliche Mittel Johanniskraut, die Lichttherapie und die Psychotherapie bewährt.

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Depressionen

Bildnachweis: l i g h t p o e t/Shutterstock.com

Gesamtwertung

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Definition / Symptome

Lustlosigkeit und tiefe Traurigkeit sind jedem Menschen bekannt. Auch wenn der Volksmund derartige Stimmungen als Depression bezeichnet, sind solche Phasen normal und gehören zum Leben. Von einer Depression spricht man, wenn sich diese Phasen ausdehnen und Niedergeschlagenheit, Verzweiflung und Antriebslosigkeit das Dasein überschatten und mehrere Wochen andauern.

Eine Depression kann sich bemerkbar machen durch:

  • tiefe Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und eine anhaltend gedrückte Stimmung
  • eine innere Leere, Gefühllosigkeit, Erschöpfung
  • immer wiederkehrende Sorgen und Ängste
  • Verlust an Energie, Antriebslosigkeit
  • Freudlosigkeit und Desinteresse, Passivität, Gefühl der Lähmung
  • Selbstzweifel, Unsicherheit, vermindertes Selbstwertgefühl
  • Ständiges Grübeln, Schuldgefühle
  • Chronische Müdigkeit und erhöhte Ermüdbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust oder –zunahme
  • Sexuelle Lustlosigkeit
  • Magen-Darm-Probleme
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit

Zudem leiden Depressive unter Hoffnungslosigkeit und Zukunftsängsten und es fällt ihnen schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren und Entscheidungen zu treffen. Die Teilnahms- und Empfindungslosigkeit kann so groß werden, dass sich Depressive von Familie und Freunden zurückziehen in die Isolation. Mit sich und ihren Selbstzweifeln und Ängsten alleine werden die Grübeleien von Depressiven stärker und können sich steigern bis hin zu Suizidgedanken.

Was tun gegen Depressionen?

Leichte und beginnende Depressionen erfordern noch keine sofortige Therapiemaßnahme, jedoch ist es empfehlenswert, dass sich der Betroffene mit einem Arzt austauscht und ihn regelmäßig über sein Befinden informiert. Wenn sich die Beschwerden verstärken oder die Depressionen mehrere Wochen andauern, ist eine Therapie empfehlenswert.

Mittelschwere und schwere Depressionen, die mit starken Beschwerden einhergehen sowie chronische Depressionen und Suizidgedanken erfordern eine sofortige Therapie.

Am häufigsten werden Depressionen ambulant behandelt. Man unterscheidet zwischen der Behandlung in der akuten Phase, der Erhaltungstherapie und der Vorbeugung zukünftiger Episoden. Je nach Ausprägung der Symptome sowie den lokalen Behandlungsmöglichkeiten bieten sich die Psychotherapie und die medikamentöse Therapie an. Darüber hinaus gibt es unterstützende Maßnahmen, wie die Schlafentzugstherapie, die Elektrokonvulsionstherapie, die Lichttherapie und die Bewegungstherapie.

Psychotherapie

Die erste Stufe einer Psychotherapie zur Behandlung von Depressionen dauert 4-12 Wochen. Nach diesem Zeitraum wird ausgewertet, ob der Patient auf die Behandlung anspricht. Studien zufolge lassen sich depressive Phasen durch Psychotherapie wesentlich verkürzen und die Gefahr eines Rückfalls um etwa 50 % reduzieren.

Eine chronische Depression hingegen galt bis vor einigen Jahren nicht heilbar durch Psychotherapie. Dies wollen Multicenter-Studien, die seit 2012 laufen und an der u.a. die Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg teilnimmt, widerlegen. Die Multicenter-Studien untersuchen die Wirksamkeit des kognitiv behavioralen Analysesystems der Psychotherapie, „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“ (kurz CBASP). CBASP wurde von dem amerikanischen Psychotherapeuten James McCullough speziell zur Behandlung von chronischen Depressionen entwickelt. Das Konzept basiert auf der Annahme, dass chronische Depressionen auf dem Mangel an Entwicklung von sozialen Fähigkeiten in der Kindheit beruhen und dadurch die Fähigkeit zur Empathie gehemmt wurde. Mit CBASP lernen die Patienten, unvoreingenommen mit Menschen in Kontakt zu treten., ohne sich dabei von negativen Gedanken stören zu lassen, die auf früheren traumatischen zwischenmenschlichen Erfahrungen beruhen.

Lichttherapie

Die Lichttherapie ist eine Bestrahlung mit hellem Kunstlicht und wird zur Behandlung von der so genannten Winterdepression eingesetzt. Zudem kann die Lichttherapie Erfolge auch bei der Behandlung von manisch-depressiven Patienten vorweisen. Eine Metaanalyse (Link zur Studie), die Ende der 1980er Jahre veröffentlicht wurde, brachte hervor, dass sich die Depressionssymptome in Placebo-kontrollierten Studien während der Behandlung mit Lichttherapie um 10 % bis 30 % besserten. Eine andere Studie (Link) Ende der 1990er Jahre verglich die Wirksamkeit der Lichttherapie am Morgen und am Abend mit einer Kontroll-Gruppe über einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen. Die Remissionsrate lag bei 45 % der Probanden und damit um ein dreifaches höher als bei der Kontrollgruppe. Dabei stellte sich heraus, dass die Lichttherapie am Morgen wirksamer war als am Abend. Da die Lichttherapie kaum schwere Nebenwirkungen auslöst und flexibel zuhause oder in einer ärztlichen Praxis durchgeführt werden kann, stellt sie eine sanfte Alternative zur Behandlung von manisch-depressiven Patienten und Winterdepressionen dar.

Elektrokonvulsionstherapie

Die Elektrokonvulsionstherapie ist im Volksmund auch als Elektrokrampftherapie bekannt und wurde entwickelt zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, u.a. zur Behandlung von schweren Depressionen, die auf andere Therapien nicht ansprachen. Bei der EKT wird der Patient einige Sekunden Stromimpulsen ausgesetzt, die zu einem epileptischen Anfall führen. Bis in die 1970er Jahre wurde die EKT ohne Narkose durchgeführt und wurde für den Patienten zu einem traumatischen Erlebnis, das häufig auch körperliche Verletzungen wie Knochenbrüche nach sich zog.

Heute wird die EKT trotz der Kritik immer noch zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, wie wahnhaften Depressionen oder Major Depression eingesetzt, bei denen die Behandlung mit Antidepressiva keinen Erfolg hat.

Vorbeugende Maßnahmen

Als vorbeugende Maßnahmen haben sich Sportarten wie Joggen, Walking, Yoga und Judo bewährt. Insbesondere bei depressiven Kindern und Jugendlichen konnten positive Effekte beobachtet werden (Link zur Studie).

Medikamente

Depressionen werden medikamentös mit Antidepressiva behandelt, die unabhängig von der Ursache der Depression stimmungsaufhellend wirken und dadurch die Symptome mindern. Studien zufolge (Beesdo K, Wittchen HU, 2006) sprechen erwachsene Patienten weitaus besser auf eine Behandlung mit Antidepressiva an als Kinder und Jugendliche.

Der amerikanische Psychiater Dr. Robert Gibbons wertete 2012 insgesamt 41 Studien über die Wirksamkeit von Antidepressiva aus (Link zur Studie). An den 41 Studien über die Wirksamkeit von Fluoxetin und Venlafaxin nahmen 9.200 Probanden über einen Zeitraum von 6 Wochen teil. Insgesamt lag der Behandlungserfolg bei der Antidepressiva-Gruppe bei 58 %, während die Kontrollgruppe zu 40 % auf das Placebo ansprach. Gemessen auf der Hamilton-Depressionsskala (HAM-D) lag der Erfolg bei den Antidepressiva-Probanden um 28 % Prozent höher als bei der Placebo-Gruppe. Im einzelnen war die Wirksamkeit von dem Wirkstoff Fluoxetin bezüglich des HAM-D-Wertes bei schwer Depressiven doppelt so groß als bei leicht Depressiven. Dieses Ergebnis wurde in der Ansprechrate bestätigt: Während die Verum-Placebo-Differenz bei schwer Depressiven bei 23,5 Prozentpunkten lag, ergab sie bei leicht Depressiven 13,6 Prozentpunkte.

Im Gegensaz dazu gab es beim Wirkstoff Velafaxin keine signifikanten Unterschiede in der Wirksamkeit auf leichte oder schwere Depressionen.

SSRI

Fluoxetin gehört zu der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). SSRI werden am häufigsten zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Ihre Wirksamkeit beruht darauf, dass sie die Rezeptoren blockieren, die für die Wiederaufnahme von Serotonin zuständig sind.

SNRI / SSNRI

Venlafaxin gehört zu der Gruppe der Selektiven Serotonin- / Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer und wird zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt.

Da Antidepressiva starke Nebenwirkungen besitzen können und sich auf das Herz-Kreislauf-System, Nervensystem und die Sexualität auswirken können, sollten Beschwerden sofort mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Johanniskraut

Bei leichten und mittelschweren Depressionen hat sich Johanniskraut als natürliches Mittel bewährt. Eine Meta-Analyse von Wissenschaftlern der Cochrane Collaboration untersuchte die Ergebnisse von 29 Studien mit rund 5489 Teilnehmern, die über einen Zeitraum von 4-12 Wochen die Wirksamkeit von Johanniskraut in Präparaten mit einer Dosierung von 500 mg bis 1200 mg testeten. In 12 Studien erwies sich Johanniskraut signifikant dem Placebo überlegen. 17 Vergleichs-Studien zeigten, dass die Wirksamkeit von Johanniskraut ähnlich hoch wie die von Antidepressiva war und dabei weitaus geringere Nebenwirkungen mit sich brachte. Kritiker bemängeln den Zeitraum der Studien. Da Depressionen häufig länger als 1-3 Monate andauern, könne keine Aussage über eine Langzeitwirksamkeit von Johanniskraut gemacht werden. Grundsätzlich sollten depressive Patienten auf die Zusammensetzung und Dosierung in frei verkäuflichen Präparaten achten, da viele frei verkäufliche Präparate nur sehr niedrig dosiert sind und dementsprechend keine mit den in den Studien verwendeten Präparaten vergleichbare Wirkung entfalten können.

Fazit

Depressive Verstimmungen, die auf Lichtmangel im Winter beruhen, können nebenwirkungsarm mit einer Lichttherapie gebessert werden.

Leichte, beginnende Depressionen können mit einer Psychotherapie effektiv behandelt werden.

Bei leichten bis mittelschweren Depressionen erzielt Johanniskraut eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie Antidepressiva und bringt dabei weitaus weniger schwer wiegende Nebenwirkungen mit sich.

Als gleichermaßen bei leichten und schweren Depressionen hat sich die Behandlung mit dem Wirkstoff Velafaxin bewährt, während der Wirkstoff Fluoxetin vor allem bei schweren Depressionen Behandlungserfolge erzielen konnte.

Eine Elektrokonvulsionstherapie kommt aufgrund der schwer wiegenden Nebenwirkungen heutzutage nur noch zum Einsatz, wenn andere Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen keine Besserung erzielen konnten.

Mittel gegen Depressionen

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