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letzte Überprüfung am 07.10.2015

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Das Nebenwirkungs-Spektrum der verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Schlafstörungen wird als kritisch eingestuft, so dass zunächst die Kategorie der pflanzlichen Stoffgruppe – idealerweise in Kombination mit Entspannungsübungen und moderater Bewegung – sowie H1-Antihistaminika Mittel der Wahl sind. Letztere sind allerdings nur im Rahmen einer Kurzzeittherapie geeignet. Wird eine physiologische Ursache per Diagnose ausgeschlossen, können die Ursachen zusätzlich im Rahmen einer Psychotherapie aufgedeckt und konstruktive Lösungswege erarbeitet werden.

Schlafstörungen

Bildnachweis: Marcos Mesa Sam Wordley/Shutterstock.com

Gesamtwertung

Schlafsterne Retorta GmbH
Baldrian Ratiopharm
Lasea Weichkapseln
Kneipp Gesundheitsbad Entspannung Pur Melisse
eNaissance Lavendelöl

Hintergründe von Schlafstörungen

Immer mehr Menschen leiden unter belastenden Einschlafschwierigkeiten sowie Durchschlafstörungen. Während der Körper mit einem kurzfristigen Schlafentzug gut zurecht kommt, können massive Schlafstörungen zu einem schwierig zu durchbrechendem Kreislauf werden.

Während fast jeder mal unter einem unruhigen Schlaf leidet, können massive Einschlafschwierigkeiten sowie Durchschlafstörungen zu einer intensiven physiologischen und nervlichen Belastung führen. Wer unter einem längerfristigen Schlafmangel leidet, läuft Gefahr, den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein – begleitet von der Problematik, dass Betroffene sich zunehmend unter Druck setzen. Letzterer verstärkt die innerliche Anspannung zusätzlich, so dass die Distanz zur lang ersehnten Nachtruhe zusätzlich vergrößert wird. Es empfiehlt sich, frühzeitig auf erste Symptome zu achten, um das Risiko auszuschließen, in den Kreislauf einer massiven Schlafstörung zu geraten. Typische Nebenwirkungen von Schlafmangel können Kopfschmerzen, Gereiztheit, Konzentrationsmangel, depressive Verstimmungen bis hin zur regelrechten Angst vor der Bettruhe sein.

Laut einer Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurden, ist aber gerade ein erholsamer Schlaf essentiell, um toxische Stoffwechselprodukte aus den Gehirnzellen abzubauen. Die Forschungsgruppe der Rochester Universität konnte den physiologischen Nutzen des Schlafs und somit aufzeigen, dass dieser mehr leistet, als bisher bekannt (Link zur Studie). Aus früheren Untersuchungen ging bereits hervor, dass die Verankerung von Erinnerungen sowie die Verknüpfung neuer Gehirnzellen der Nacht erfolgt.

Ursachen von Schlafstörungen

Wer über einen längeren Zeitraum unter Schlafstörungen leidet, sollte einen Arzt zu Rate ziehen, um physiologische Parameter als Ursache auszuschließen. In diesem Zusammenhang sind zum Beispiel eine Schlafapnoe, Depressionen, Infektionen, Hormonstörungen oder chronische Schmerzen relevant. Auch einige Medikamente – zum Beispiel Antidepressiva – zeigen Schlafprobleme als charakteristische Nebenwirkung.

Häufig basiert der Ursprung von Einschlafstörungen und Co. allerdings auf psychologischen Faktoren. Während ein ungesunder Lebensstil mit hohem Alkoholkonsum, Rauchen und einer hohen Zufuhr an Coffein – nicht nur in puncto Schlafqualität – als kontraproduktiv eingestuft wird, beruhen Schlafprobleme nicht selten auf finanziellen Sorgen, familiären Problemen und der Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes. Entsprechend ist es zur erfolgreichen Therapie von Schlafstörungen wichtig, direkt an den Ursachen anzusetzen. Neben konstruktiven Lösungswegen – eventuell unter Inanspruchnahme professioneller, psychologischer Hilfe – können die physiologischen Aspekte mit geeigneten, beruhigenden Mitteln behandelt werden.

Was tun gegen Schlafstörungen?

Bei leichten Formen von Schlafstörungen hat sich eine Aromatherapie- mit 100 Prozent natürlichem Lavendelöl – als sanfte Einschlafhilfe – bewährt. Ein paar Tropfen in eine Aromalampe geben und die beruhigende Wirkung des ätherischen Öls bzw. der Wirkstoffe Linalylacetat und Linalool einatmen. Untersuchungen konnten zeigen, dass das ätherische Öl während der Inhalation zu einer signifikanten Reduktion der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Hauttemperatur – und entsprechend zur Beeinflussung des vegetativen Nervensystems – führten (Link zur Studie). Weitere Studienergebnisse kamen zu dem Ergebnis, dass Lavendelöl – als Aromatherapie – zu einer Verbesserung des Schlafs bei weiblichen Probanden im Alter von 45 bis 55 Jahren mit Schlafstörungen über eine Beeinflussung des parasympathischen Nervensystems beitragen kann. Weitere Untersuchungen konnten ebenfalls eine reduzierende Wirkung von Lavendel auf das Stressniveau zeigen.

Neben der klassischen Aromatherapie können Melisse – deren ätherische Öle bzw. Wirkstoff Citronella, z. B. in Form eines Badezusatzes – auch einen entspannenden Effekt zeigen – und Lavendel auch in Form von Kapseln eingenommen werden. Die orale Einnahme von Lavendel kann bei einigen Betroffenen, deren Einschlafstörungen auf Angst basieren, sanft Abhilfe schaffen. In drei randomisierten Doppelblindstudien konnte aufgedeckt werden, dass Kapseln mit Lavendelöl – im Vergleich mit der Placebo-Gruppe – in puncto angstlösendem Effekt signifikant überlegen waren. Zusätzlich ergab sich im Rahmen der Studie eine ähnliche Wirkung im Vergleich mit dem Wirkstoff Lorazepam (Benzodiazepine). Während der beruhigende Effekt bereits nach ein bis zwei Wochen eintrat, berichtetet sieben Prozent der Probanden von Aufstoßen und zwei Prozent von Übelkeit (Bericht von PZ online).

Tritt trotz Entspannungsübungen wie Autogenem Training, Meditation oder der Muskelentspannung nach Jakobsen in Kombination mit einer sinnvollen Schlafhygiene keine deutliche Besserung auf, haben sich neben oral eingenommenem Lavendel auch pflanzliche Präparate auf Basis von Baldrian – als erfolgreiche Mittel zur Therapie bei leichteren Formen von Schlafstörungen – durchgesetzt. Laut Ökotest kann Baldrian – botanisch bekannt als Valeriana officinalis – über eine beruhigende Wirkung – das Einschlafen sowie das Durchschlafen auf sanfte Weise erleichtern. In diesem Zusammenhang üben die arzneilich wirksamen Bestandteile einen hemmenden Effekt auf die Botenstoffe des ZNS aus. In früheren Untersuchungen, deren Ergebnisse im „Neuropharmacology“ veröffentlicht wurden, konnte bereits – von einem Forschungsteam der Universität in Wien – die Schlaf fördernde Wirkung von Baldrian bzw. der enthaltenen Valerensäure – als isolierter Wirkstoff – belegt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen am Departments für Pharmakologie und Toxikologie sowie Department für Pharmakognosie konnten zusätzlich aufdecken, dass Valerensäure – ähnlich wie Anästhetika – an den so genannten GABAA-Rezeptoren auf molekularer Ebene angreift und betäubend wirkt.

Allerdings müssen Betroffene etwas Geduld aufbringen, denn im Gegensatz zu vielen verschreibungspflichtigen Schlafmitteln setzt die schlaffördernde Wirkung von Baldrian erst nach einiger Zeit ein. Bei der Einnahme dieses pflanzlichen Schlafmittels – deren Wirkung als gesichert gilt – ist laut Ökotest zu beachten, dass die Dosierung der Droge bei reinen Baldrianpräparaten – also keinen Kombinationsmitteln – ausreichend hoch, sprich vier bis sechs Gramm, ist. Als weiteres Qualitätsmerkmal in puncto Wirksamkeit ist relevant, dass Alkohol als Extraktionsmittel verwendet wird und es sich um Baldriantrockenextrakte und nicht um Tinkturen handelt. Im Test konnten zahlreiche Baldrianpräparate überzeugen und wurden mit einer sehr guten Testnote beurteilt. Auch für die Wirksamkeit von kombinierten Schlafmitteln – mit Melisse oder Hopfen – liegen laut Ökotest klinische Testergebnisse vor.

Zeigen pflanzliche Präparate, eine sinnvolle Schlafhygiene und Co. keine ausreichende Wirkung, können auch sedierende H1-Antihistaminika zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang sind die frei verkäuflichen Wirkstoffe „Doxylamin“ und „Diphenhydramin“ relevant, welche laut klinischen Studien über eine Blockierung zentraler H1-Rezeptoren schlafanstoßend wirken und die Schlafqualität fördern können. Wer unter Durchschlafstörungen leidet, sollte die Wirkstoffe direkt vor der Nachtruhe, bei Einschlafstörungen eine halbe bis eine Stunde zuvor einnehmen. Als Einzeldosis wird beim Wirkstoff Doxylamin eine Dosis von 25 bis 50 mg und bei der Einnahme von Diphenhydramin 50 mg als Einzeldosis empfohlen. Allerdings kommt es nach einer längerfristigen Einnahme häufig zu einem Wirkungsverlust. Zusätzlich wird u. a. ein möglicher Leistungsabfall, eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit sowie Müdigkeit während des Tages trotz milder Schlafförderung beobachtet. Aufgrund der beschriebenen Nebenwirkungen bzw. des Eingreifens in physiologische Regenerations- und Schlafprozesse eignen sich Antihistaminika insbesondere bei kurzfristigen Schlafproblemen für Erwachsene unter 65 Jahren. Bei massiven Schlafproblemen sollten Betroffene mit ihrem Arzt besprechen, inwiefern der Nutzen von verschreibungspflichtigen Benzodiazepinen der Gefahr von Nebenwirkungen gegenübersteht.

Mittel gegen Schlafstörungen

  • Schlafsterne Retorta GmbH

    SchlafsterneDie Tabletten sind zur Therapie von gelegentlich auftretenden, behandlungsbedürftigen Ein- sowie Durchschlafstörungen von Erwachsenen geeignet. Die Einnahme von 30 mg Doxylaminsuccinat erfolgt 30 bis 60 Minuten vor der Nachtruhe mit einem Glas Wasser. Dieses beruhigende sowie schlafanstoßende Arzneimittel ist auch in Form von Brausetabletten, Tropfen und – nach Rücksprache mit dem Arzt – als Saft für Kinder und Jugendliche mit Schlafproblemen erhältlich.
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  • Baldrian Ratiopharm

    Baldrian RatiopharmDie überzogenen Dragees enthalten 450 mg Baldrianwurzel-Trockenextrakt und sind zur Einnahme bei nervös bedingte Einschlafstörungen und bei Unruhezuständen ab 12 Jahren geeignet. Ökotest bewertete dieses Baldrian-Präparat, welches als Phytopharmaka die Einschlafphase reduzieren soll, mit einem sehr guten Testergebnis. Die Dosierung bei Einschlafstörungen beträgt ein Dragee eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen und kann durch eine weitere, im Laufe des Abends, ergänzt werden.
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  • Lasea Weichkapseln

    Lasea WichkapselnDie apothekenpflichtigen Weichkapseln sind zur Anwendung ab 18 Jahren – bei Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung – geeignet. Die Wirkung dieses pflanzlichen Psychopharmaka basiert auf sedierenden, angstlösenden, antidepressiven und spasmolytischen Effekten. Die Weichkapseln enthalten 80 mg Lavendelöl und die empfohlene Dosierung beträgt 1 Kapsel pro Tag.

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  • Kneipp Gesundheitsbad Entspannung Pur Melisse

    Kneipp Gesundheitsbad EntspannungDieser entspannenden Badezusatze ohne Konservierungsstoffe sowie Mineralöle ist in 100 ml Fläschchen erhältlich. Der Wirkstoff Citronella entfaltet einen beruhigenden und entspannenden Effekt während eines 10 bis 20 Minuten dauernden Bades. Die empfohlene Temperatur eines Entspannungsbads – mit hohem Anteil an ätherischen Ölen – beträgt 36 bis 38 Grad.

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  • eNaissance Lavendelöl

    LavendelölDieses zu 100 Prozent naturreine Lavendelöl kommt in einer lichtgeschützten Flasche. Das ätherische Öl kann beruhigend und ausgleichend wirken und ist im Rahmen einer Aromatherapie zur Anwendung bei Schlafstörungen, Stress, Anspannung und Co. geeignet.

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