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letzte Überprüfung am 07.10.2015

Autorin
Beke Enderstein
Beke EndersteinDipl. oec. troph.unsere Autoren

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Akute und chronische Müdigkeits- sowie Erschöpfungszustände können auf zahlreichen Faktoren basieren. Zunächst sollten Betroffene ihren Lebensstil reflektieren und auf eine nährstoffreiche, vollwertige Ernährung, ausreichend Flüssigkeit sowie einen erholsamen Schlaf achten. Darüber hinaus kann eine moderate, körperliche Bewegung – möglichst an der frischen Luft – sinnvoll sein, um Leistungsminderungen auf eine gesunde Weise zu reduzieren. Zusätzlich sind den Kreislauf anregende Massagen sowie Wärme- und Kältereize empfehlenswert. Auch pflanzliche Mittel – allen voran der Klassiker Koffein – sowie Kampfer, Weißdorn oder Rosmarinöl werden als aktivierende Substanzen eingestuft.

Müdigkeit

Bildnachweis: dotshock/Shutterstock.com

Gesamtwertung

Robugen GmbH Korodin Herz Kreislauf Tropfen
El Puente Bio-Guarana
P. Jentschura Profi-Massagebürste
Naissance Rosmarin Öl
Philips HF3319/01 Energy Light

Hintergründe von Müdigkeit

Während eine gelegentlich auftretende Müdigkeit harmlosen Ursprungs sein kann und meistens von allein wieder verschwindet, belasten chronische Erschöpfungszustände den Alltag häufig intensiv. In vielen Fällen – wenn keine organische Ursache vorliegt – reicht es zunächst aus, wenn Betroffene ungünstige Faktoren wie ein mögliches Schlafdefizit, eine vitamin- sowie mineralstoffarme Kost und Co. unter die Lupe nehmen und mögliche, negative Einflüsse durch konstruktive Lösungswege bzw. ein bewusstes, gesundes Verhalten ersetzen.

Die Symptomatik von Müdigkeit ist vielfältig. Während auf emotionaler Ebene Faktoren wie eine harabgesetzte Motivation, Unlust bis hin zu traurigen Phasen charaktersitisch sind, gelten eine reduzierte Leistungsfähigkeit bei verminderter geistiger Aktivität auf kognitiver Ebene als typisch. Zusätzlich können auch weitere, physiologische Parameter herabgesetzt sein

Ursachen von Müdigkeit

Oft wird Müdigkeit mit einer Grunderkrankung assoziiert. Diesbezüglich sind insbesondere seelische Aspekte wie Angststörungen oder Depressionen mit Erschöpfungszuständen verbunden. Darüber treten auch chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Herzinsuffizienz, rheumatoide Arthritis oder Morbus Parkinson kombiniert mit Müdigkeitserscheinungen auf; auch Tumore werden als mögliche Ursache eingestuft. Wesentlich seltener liegt die Ursache einer anhaltenden Müdigkeit auf der so genannten myalgischen Enzephalitis, welche auch als chronisches Erschöpfungssyndrom bekannt ist. Eine weitere Ursache von Müdigkeit kann ein so genanntes Burn-out-Syndrom sein. Betroffene leiden häufig unter massiven Erschöpfungszuständen, Müdigkeit sowie einer inneren Leere und fühlen sich überfordert, den Alltag zu meistern.

Auch Kreislaufprobleme aufgrund eines niedrigen Blutdrucks können die Ursache von Müdigkeit sein. In diesem Zusammenhang sind auslösende, kurzfristige Faktoren wie Wetterfühligkeit aufgrund eines Föhns, welcher zu ausgeprägten Temperatur- sowie Luftdruckschwankungen führen kann, zu nennen. Auch intensive Schmerzen, reichhaltige Speisen, ein schnelles Aufstehen oder Menschenmassen können den Blutdruck abfallen lassen und Müdigkeitserscheinungen hervorrufen. Dabei sinkt die Blutversorgung in den Gehirnzellen akut stark ab. Während es sich in den meisten Fällen um eine reine Funktionsstörung handelt, können die Beschwerden hingegen bei chronischen Erkrankungen wie Parkinson oder Diabetes auf Nervenschädigungen basieren. Darüber hinaus kommen auch Aspekte wie Herzrhythmusstörungen, Blutarmut, Schilddrüsen- sowie Venenprobleme, Stoffwechselstörungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten als mögliche Ursache von Kreislaufproblemen samt Müdigkeit in Frage. In diesem Zusammenhang sind Antidepressiva, Antihistaminika, Antihypertensiva, Neuroleptika und Benzodiazepine mit langen Halbwertszeiten zu nennen.

Was tun gegen Müdigkeit?

Weil Müdigkeitserscheinungen auf zahlreichen Ursachen basieren können, gilt es zunächst diese zu ermitteln und individuell nach einer optimalen Therapie zu schauen. Entsprechend gibt es keine eindeutige Empfehlung, allerdings sollten bei einer chronischen Müdigkeit zunächst organische Ursachen medizinisch ausgeschlossen werden. Liegen die Erschöpfungszustände an einem ungünstigen Lebensstil mit wenig Schlaf, einer ungesunden Ernährung, viel Stress, einem hohen Arbeitspensum oder sonstigen Belastungen des Alltags, ist es wichtig, diese zu reflektieren und nach individuellen Lösungen zu suchen. Wer unter Schlafproblemen leidet und deshalb tagsüber müde und weniger leistungsfähig ist, sollte zunächst seine Schlafhygiene verbessern und individuelle Strategien – zum Beispiel Entspannungsübungen oder schlaffördernde, pflanzliche Mittel – ausprobieren, bevor es gezielt an die Behandlung von Müdigkeitserscheinungen geht.

Bei auftretenden Erschöpfungssymptomen im Laufe des Tages – häufig nach der Mittagsmahlzeit oder am frühen Nachmittag – hat sich ein kurzes Nickerchen bzw. ein so genanntes Power Napping bewährt. Während des Mittagsschlafs kann Stress reduziert werden, indem es zu einer Entspannung – unter anderem der Muskulatur – kommt. Mit zunehmendem Alter steigt übrigens das Auftreten von Müdigkeitssymptomen zur Mittagszeit, welche auf dem so genannten biphasischen Biorhythmus basieren. Für die Dauer des Power Nappings gilt: eine viertel bis maximal halbe Stunde wird als optimal eingestuft. Da ab ungefähr 20 bis 30 Minuten bereits der Tiefschlaf einsetzt, rechtzeitig einen Wecker stellen, da es ansonsten in den nächsten zwei Stunden zu einer anhaltenden Müdigkeit kommen kann.

In der dunkleren Jahreszeit mit einhergehenden Müdigkeitssymptomen kann auch eine Lichttherapie – basierend auf einer Erhöhung des Serotoninspiegels – sinnvoll sein. Als Anwendung werden ca. 30 Minuten täglich bei hoher Intensität – am besten morgens – empfohlen. Dabei soll es neben einer Stimmungsaufhellung zu einer Erhöhung des Energieniveaus bei reduzierter Müdigkeit kommen.

Koffein ist neben Kaffee – als Klassiker unter den Wachmachern – auch in Tee, Mate, Cola, Kakao und Guarana enthalten. Letztere ist aus botanischer Sicht eine Lianenart, deren anregender Effekt sich im Gegensatz zum Kaffee erst nach und nach entwickelt und vier bis sechs Stunden anhält. Nach der oralen Aufnahme wird Koffein als Stimulanz – die am häufigsten konsumierte, pharmakologisch aktive Subtanz – im gesamten Körper verteilt. Nun kann es über eine Beeinflussung zahlreicher Mechanismen – basierend auf einer Anregung des Nervensystems – eine erhöhte Atmung, einen schnelleren Herzschlag und Co. induzieren und das Müdigkeitsgefühl bei mäßiger Dosierung reduzieren. Diesbezüglich entfaltet Koffein im Gehirn – über eine Blockierung von Adenosinrezeptoren an den Nervenzellen – die beschriebene, anregende Wirkung. In Folge kann Adenosin die Aktivität der Nervenzellen nicht mehr herabsetzen, was bei Müdigkeit sonst der Fall wäre. Zusätzlich wird die Ausschüttung von Adrenalin mit den typischen Reaktion wie eine Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und des Muskeltonus intensiviert. Allerdings sind regelmäßige, hohe Dosen von über 200 Milligramm Koffein kontraproduktiv.

Im Falle des chronischen Erschöpfungssyndrom gibt es bisher keine klare Therapieempfehlung, so dass sich die Behandlung nach den individuellen Symptomen ausrichtet. Im Rahmen einer im Lancet veröffentlichten randomisierten, doppelblind kontrollierten Studie (Link zur Studie) zeigte das Antidepressivum Fluoxetin keinen Effekt auf die Symptome, lediglich bei Probanden, bei denen zusätzlich eine Depression diagnostiziert wurde, ergab sich ein positiver Effekt auf die depressiven Symptome. Die entsprechenden Ergebnisse wurden im British Journal of Psychiatry veröffentlicht (Link zur Studie). Zusätzlich verbesserten sich – laut einer kleinen klinischen Studie – die Erschöpfungszustände bei einigen Probanden nach vier Wochen aufgrund einer täglichen Gabe von fünf bis zehn Milligramm Hydrocortison. Bei vielen Patienten konnten Erschöpfungssymptome – über eine positive Beeinflussung der Krankheitswahrnehmung und des Verhaltens – im Rahmen einer Verhaltenstherapie nachhaltig verbessert werden (Link zur Studie). Darüber hinaus zeigte eine spezielle Bewegungstherapie mit langsam gesteigerter Aktivität an 620 Probanden eine signifikante Verbesserung der Müdigkeit bei fast zwei Drittel der Patienten.

Basieren Müdigkeit, Schwindel und Co. auf Kreislaufproblemen ohne organische Ursache, ist es für Betroffene ratsam, die Trinkmenge zu erhöhen und Speisen etwas mehr zu salzen, um den Blutdruck leicht zu erhöhen. Um letzteren über einen Zeitraum von ca. einer Stunde zu stabilisieren, sollten Betroffene in fünf bis zehn Minuten einen halben Liter Wasser trinken. Ein Kältereiz kann ebenfalls bei akuten Kreislaufproblemen Abhilfe schaffen: dafür einen kalten Waschlappen – welcher über eine Gefäßverengung den Blutdruck erhöht – seitlich am Hals platzieren. Auch pflanzliche Wirkstoffe wie Weißdorn, Kampfer oder Menthol können einen niedrigen Blutdruck positiv beeinflussen. Im Rahmen einer placebokontrollierten Studie an Probanden mit Hypotonie konnte gezeigt werden, dass Kampfer – im Rahmen eines Kombinationspräparates mit Weißdorn – eine belebende Wirkung besitzt (Link zur Studie). Um den Kreislauf dauerhaft zu stärken, gilt es, ihn zu trainieren, damit er auf Belastungen besser reagieren kann. Als erstes Mittel der Wahl gilt hier körperliche Bewegung. Am besten mindestens 30 Minuten bei moderater Intensität an mehreren Tagen pro Woche. Zusätzlich sind kombinierte Kälte- und Wärmereize – zum Beispiel beim Duschen – empfehlenswert, wobei sich der Effekt bereits nach wenigen Tagen täglicher Anwendung zeigt. Zunächst die Blutgefäße mit warmen Wasser weiten und diese dann mit einem abschließenden kalten Guss verengen. Auch Saunagänge – ein- bis zweimal pro Woche – mit anschließendem Abkühlen zeigen eine ähnliche Wirkung. Zusätzlich können Bürstenmassagen mit weichen Borsten – für mehrere Minuten beginnend an den Füßen in Richtung zum Herzen über die Haut streichen – über eine intensivierte Durchblutung und einen verbesserten Blutrücklauf zum Herzen den Kreislauf stärken. Und in puncto gesunder Lebensstil gilt: kein Nikotin, gesunde Lebensmittel und ein Normalgewicht, da auch Übergewicht den Kreislauf belasten kann. Vor einem sinnvollen Kreislauf-Training, sollten Betroffene Einzelheiten mit ihrem Arzt besprechen. Auch Rosmarinöl enthält Inhaltsstoffe, welche den Kreislauf – über eine verstärkte Durchblutung in der Haut – aktivieren. In einem Badezusatz entfaltet es einen belebenden, wachmachenden Effekt.

Mittel gegen Müdigkeit

  • Robugen GmbH Korodin Herz Kreislauf Tropfen

    Korodin Herz Kreislauf TropfenEine Flasche mit 40 Millilitern dieses apothekenpflichtigen sowie rezeptfreien Arzneimittels kostet ca. 9 Euro. Diese pflanzlichen Tropfen mit den Wirkstoffen Kampfer und Weißdorn werden unter anderem bei Herz-Kreislauf-Beschwerden und Ermüdungserscheinungen für Personen ab 18 Jahren angewendet. Die Dosis beträgt dreimal täglich zehn Tropfen – unverdünnt oder mit einem Stückchen Zucker – wobei die Anwendung generell auch zur Dauertherapie geeignet ist.

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  • El Puente Bio-Guarana

    El Puente Bio-GuaranaDieses Bio-Guarana aus Brasilien kostet pro 100 g Packung ca. 12 Euro und soll bei einem länger anhaltenden, anregenden Effekt weniger aufputschend als Kaffee wirken. Neben einer positiven Wirkung auf Müdigkeitserscheinungen soll auch die Lern- sowie Konzentrationsfähigkeit erhöht werden und es zu einer Stimmungsaufhellung kommen. Das Pulver wird – möglichst morgens – in heißem, nicht mehr kochendem oder kalten Wasser angerührt, wobei ein Teelöffel ca. zwei Gramm Guaranapulver entspricht. Zusätzlich kann dieses Pulver beispielsweise unter Müsli gemischt werden. Drei Gramm sind in puncto Koffeindosis ungefähr mit einer starken Tasse Kaffee zu vergleichen.

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  • P. Jentschura Profi-Massagebürste

    MassagebürsteDiese Bürste aus massivem Buchenholz inklusive verstellbarem Handriemen mit Klettverschluss sowie Naturborsten kostet ca. 22 Euro. Neben einer schonenden Hautreinigung wird diese Massagebürste zum Anregen des Kreislaufs und zur Minderung von Müdigkeit bzw. morgendlichen Anlaufschwierigkeiten empfohlen.

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  • Naissance Rosmarin Öl

    Rosmarin ÖlDieses zu 100 Prozent naturreine, ätherische – wahlweise als organisch zertifizierte Version erhältliche – Öl soll belebend und stimulierend wirken. 50 ml dieses Aromaöls – verpackt in einer lichtgeschützten Flasche – kosten ca. 6 Euro. Es ist zur Aromatherapie bei Kreislaufschwäche, Stress und weiteren Beschwerden empfehlenswert und ist zur Anwendung über die Atemwege und zur Behandlung von Haut und Haaren geeignet. Schwangere und Personen, die unter Epilepsie leiden, sollen dieses Öl allerdings nicht verwenden.

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  • Philips HF3319/01 Energy Light

    Energy LightDiese weiße, UV-freie Tageslichtquelle mit einer Intensität von 10000 Lux und verstellbarem Winkel hat eine klinisch erwiesene belebende, stimmungsaufhellende Wirkung. Das EnergyLight inklusive Zeitangabe entpricht in puncto Qualität und Lichtintensität dem natürlichen Tageslicht. Die aktivierenden Effekte, welche Müdigkeit reduzieren können, sollen sich bereits – nach ein bis zwei Wochen – bei einer täglichen Anwendung von 30 Minuten entfalten.

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