mittelgegen.net Aktualitätscheck

letzte Überprüfung am 07.10.2015

Autorin
Claudia
ClaudiaM.A. Medienwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Ostslavistikunsere Autoren

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Bei aller Komplexität mancher Thematik finden Sie bei uns immer einen oder mehrere präzise Lösungswege. Nachdem Sie sich hier informiert haben, sollten Sie genau wissen, wie Ihr Problem zu lösen ist und welches Mittel Ihnen ggf. helfen kann.

Kopfschmerzen sind nicht zu unterschätzen. Nach Rückenproblemen sind diese Beschwerden eine der Häufigsten überhaupt. Fast 70 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter immer wiederkehrenden Kopfschmerzen – manche von ihnen sind in ihrer Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Dabei sind Kopfschmerzen nicht gleich Kopfschmerzen: Es gibt über 250 verschiedene Arten. Hilfe dagegen gibt es auf verschiedenen Wegen – mit alternativen Methoden wie Entspannungsübungen, Pfefferminzöl oder viel Wasser zum Trinken, vorbeugende Maßnahmen und für eine akute sowie schnelle Linderung Schmerzmittel.

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Kopfschmerzen

Bildnachweis: Piotr Marcinski/Shutterstock.com

Gesamtwertung

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Hintergründe, Ursachen, Wissenswertes über Kopfschmerzen

Rund vier bis fünf Prozent der Deutschen haben täglich Kopfschmerzen, über 80 Prozent der europäischen Bevölkerung sind von Kopfschmerzen betroffen, 15 Prozent von Migräne und 63 bis 86 Prozent von Spannungskopfschmerzen. Das geht aus dem Weltatlas der Kopfschmerzsyndrome und möglicher Gegenmittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.

Noch immer gäbe es demnach zu wenig Aufklärung über diese Volkskrankheit. Rund 40 Prozent der Betroffenen behandeln sich selbst, ohne je einen Arzt zurate zu ziehen. Viele wissen nicht, welche Art von Kopfschmerz sie plagt und was am besten dagegen wirkt. Denn nicht immer sind Schmerzmittel die einzige Möglichkeit. Je nach Art der Kopfschmerzen können diese auch alternativ und sogar vorbeugend behandelt werden.

Symptome von Spannungskopfschmerzen

Insgesamt werden rund 250 verschiedene Arten unterschieden. Im folgenden Artikel wird sich weiter auf die Spannungskopfschmerzen bezogen, da sie eine der häufigsten und weitverbreiteten Kopfschmerzart ist. Etwa 90 Prozent aller Menschen leiden irgendwann im Leben unter einem Spannungskopfschmerz. Darunter sind leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen zu verstehen, die über den gesamten Kopf verteilt auftreten. Sie haben einen drückend-ziehenden, jedoch nicht pulsierenden Charakter und verstärken sich bei körperlicher Aktivität nicht. Die mögliche Dauer beginnt bei 30 Minuten und kann bis zu sieben Tagen reichen. Spannungskopfschmerzen können sowohl episodisch, als auch chronisch sein. Chronische Spannungskopfschmerzen werden dann diagnostiziert, wenn der Spannungskopfschmerz mindestens an 15 Tagen im Monat, in mehr als sechs Monate nacheinander auftreten. Der dumpf-drückende Schmerz kann im Kopf wandern, ist jedoch permanent vorhanden.

Um Spannungskopfschmerzen zu diagnostizieren und von anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen, empfiehlt es sich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Hier werden die Attacken in Häufigkeit, Intensität und Länge festgehalten. Ebenso sollten weitere Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Lärmempfindlichkeit festgehalten werden. Das Tagebuch hilft erheblich bei der Diagnose der Kopfschmerzart.

Arten von Kopfschmerzen

Die verschiedenen Kopfschmerzen kann man zu einem nach der Ursache unterscheiden:

  • primäre Kopfschmerzen: Migräne, Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen und medikamenteninduzierte Kopfschmerzen
  • sekundäre Kopfschmerzen: Kopfschmerzen, die nach einem Trauma, Kopfverletzungen, Operationen, bei Tumoren und Blutungen usw. auftreten.

Ebenso können Kopfschmerzen nach Arten unter anderem folgend eingeteilt werden:

  • Migräne und ihre Unterformen
  • Spannungskopfschmerzen
  • Cluster-Kopfschmerz
  • Kopfschmerz, der durch Medikamente ausgelöst wird (medikamenteninduziert)
  • Kopfschmerzen bei Halswirbelsäulen-Erkrankungen
  • Glaukomanfall
  • Gesichtsschmerzen
  • Sexualkopfschmerz
  • Kopfschmerzen durch Nebenhöhlenentzündungen

Ursachen von Spannungskopfschmerzen

Die Ursache von Spannungskopfschmerzen ist bisher nicht eindeutig geklärt. Experten gehen davon aus, dass sie durch Verspannung der Schulter- und Nackenmuskeln ausgelöst werden. Das lässt die Schmerzschwelle sinken. Das Gehirn selbst ist dabei schmerzfrei, aber die im Gehirn befindlichen Gefäße werden von Nerven versorgt. Diese senden vereinfacht gesagt ein Schmerzsignal in die Hirnrinde, was uns die Kopfschmerzen wahrnehmen lässt. Wie Nerven dazu aktiviert wird, ist für die meisten Kopfschmerzarten noch nicht eindeutig erforscht (die meisten Erkenntnisse gibt es derzeit für Migräne). Bei Spannungskopfschmerzen wird angenommen, dass die Schmerzschwelle so niedrig ist, dass jeder Reiz auf die Kopforgane vom Gehirn als Schmerzsignal interpretiert wird. So kann schon ein Pferdeschwanz die Kopfhaut so sehr belasten, dass daraufhin Spannungskopfschmerzen folgen. Ebenso sind Stress, Zähneknirschen, zu wenig Schlaf, Fehlhaltungen, Nikotin oder starke Augenbelastungen Auslöser für Spannungskopfschmerzen. Diese Art von Kopfschmerzen wird meist nicht von anderen Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit ergänzt. Vereinfacht gesagt brummt der gesamte Schädel.

Was tun gegen Kopfschmerzen?

Wer unter Spannungskopfschmerzen leidet, ist ihnen nicht hilflos ausgesetzt. Inzwischen gibt es zahlreiche Mittel, die Linderung verschaffen.

Schmerzmittel

Kurzfristige, aber schnelle Wirkung erzielen Schmerzmittel, die meist in Form von Tabletten, aber auch als Zäpfchen, Tropfen und Salben erhältlich sind. Diese werden vor allem bei episodischen Schmerzen empfohlen. In verschiedenen Studien wurden die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen und Metamizol als hilfreich nachgewiesen. Jedoch dürfen Produkte mit ihnen nicht häufiger als zehn Tage im Monat eingenommen werden. Denn sonst reagiert der Körper mit medikamenteninduzierten Kopfschmerzen.

Die Wirkstoffe

  • Acetylsalicylsäure: Dieser Wirkstoff wird im Volksmund oft auch vereinfacht Aspirin genannt. Er wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Acetylsalicylsäure hemmt die Bildung von sogenannten Prostaglandinen im Körper – Botenstoffe, die eine Empfindlichkeit der Schmerzrezeptoren erhöhen. Durch die Hemmung werden die Schmerzrezeptoren an den Nervenenden nicht so leicht erregbar – der Schmerzreiz nimmt ab.
  • Paracetamol: Entgegen anderen Wirkstoffen ist Paracetamol nur unter Laborbedingungen entzündungshemmend und hat daher deutlich mehr Nebenwirkungen auf Magen, Darm und Leber. Die Wirkungsweise des Stoffes ist bis heute nicht genau bekannt, es existieren mehrere Theorien. Mehrere verschiedene Mechanismen spielen dabei zusammen, die einen schmerzstillenden Effekt in Gehirn und Rückenmark auslösen. Bewiesen ist nur: Paracetamol wirkt.
  • Ibuprofen: Dieser Wirkstoff ist schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend. Hier wird ebenfalls die Cyclooxygenase behindert – und damit die Bildung der Botenstoffe für die Empfindlichkeit der Schmerzrezeptoren. Der Stoff ähnelt der Acetylsalicylsäure, jedoch sind hier die Nebenwirkungen deutlich geringer. Daher wird Ibuprofen auch an Kinder verabreicht.
  • Naproxen: Dieser Stoff hemmt ebenfalls die Bildung von Prostaglandinen. Es wirkt wie die anderen Stoffe ebenfalls entzündungshemmend und abschwellend
  • Metamizol: Wie dieser Stoff genau wirkt, ist ungeklärt. Angenommen wird hier ebenfalls eine Auswirkung auf die Prostaglandine, jedoch nicht auf ihre Bildung, sondern ihre Schmerzvermittlung. Der Stoff wird jedoch weniger wegen möglicher Nebenwirkungen (unter anderem Hautausschlag, niedriger Blutdruck und Weiße-Blutkörperchenmangel) verschrieben und oft erst verwendet, wenn andere Mittel versagen.

Alternative Methoden ohne Medikamente

Die moderne Medizin kennt jedoch weitere Maßnahmen, die ohne Medikamente Kopfschmerzen lindern oder vorbeugen können. Sie sind als langfristige Therapien geeignet.

  • Da bei Spannungskopfschmerz eine Verbindung zu Muskelverspannungen angenommen wird, sind Behandlungen dieser (z. B. durch Physiotherapien) und vorbeugende Entspannungsmaßnahmen weitere Therapiemöglichkeiten. Stressbewältigung ist ein zentraler Bestandteil. Diese sind sowohl bei episodischen als auch chronischen Spannungskopfschmerzen wirksam. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie empfiehlt:
    • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
    • Autogenes Training
    • Yoga
  • Auch Ausdauersport kann helfen. Eine Studie des Universitätsklinikums Kiel beweist, dass Walken und Joggen Migräne und Spannungskopfschmerzen lindern. Ebenso empfehlen Experten zwei- bis dreimal in der Wochen Schwimmen oder Radfahren.
  • Pfefferminzöl hilft. Das hat eine Studie der Universität Kiel bereits 1996 gezeigt. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt) Dieses wird auf die Schläfen aufgetragen. Die Wirksamkeit ist mit der Linderung durch Paracetamol vergleichbar.
  • Ebenso raten Betroffene, Kälte auf die Stirn zu bringen. Eine Kältepackung oder ein kalter und nasser Waschlappen wird von den meisten Patienten als angenehm empfunden.
  • Wasser trinken: Eine Studie des britischen Neurologen Dr. Joseph Blau geht davon aus, dass Wassermangel auch dazu führt, dass das Gehirn austrocknet. Und tatsächlich konnte in der Untersuchung gezeigt werden, dass viel Wasser trinken hilft. (Quelle: Forum Trinkwasser)
  • Sex gegen Kopfschmerzen: Die Ausreden „heute nicht, ich habe Migräne“, gilt seit einer Studie der Universität Münster nicht mehr. Denn hier wurde nachgewiesen, dass sexuelle Aktivität Kopfschmerzen lindern kann.

Vorbeugende Therapie mit Medikamenten

Vor allem bei chronischen Spannungskopfschmerzen empfehlen Ärzte eine prophylaktische Therapie mit Antidepressiva, deren Wirkung bereits wissenschaftlich bestätigt ist. Wie genau die Wirkung im Gehirn erreicht wird, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Die meisten Forschungsergebnisse gibt es zum Antidepressivum Amitriptylin und gilt daher als Mittel der ersten Wahl. (Eine Metaanalyse zu Studien über den Einsatz von Antidepressiva bei Kopfschmerzen findet sich hier).

Alternativen sind Doxepin, Imipramin oder Clomipramin. Wirkstoffe der zweiten Wahl sind unter anderem Mirtazapin, Venlafaxin, und Topiramat. Angenommen wird, dass die Antidepressiva ebenfalls Einfluss auf die Botenstoffe im Gehirn nehmen. Da die Mittel jedoch langsam eingeschlichen werden müssen und ihre Wirkung erst nach vier bis acht Wochen entfaltet werden kann, eignet sich die Therapie nur als langfristige Maßnahme. Je nach Wirkstoff können Nebenwirkungen, wie beispielsweise Mundtrockenheit, Schläfrigkeit und Gewichtszunahme auftreten.

Mittel gegen Kopfschmerzen

  • Thomarpyrin INTENSIV

    ThomapyrinDieses Produkt bietet 20 Tabletten für einen vergleichsweise teuren Preis von etwa 5 Euro. Das Produkt setzt auf eine Mischung von Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein. Diese Kombination garantiert eine breite und schnelle Wirkung bei Kopfschmerzen. Jedoch enthält das Produkt Lactose und ist daher nicht für darauf allergische Menschen geeignet. Erwachsenen wird bei Kopfschmerzen die Einnahme von ein bis zwei Tabletten empfohlen (entspricht 250–500 mg Acetylsalicylsäure, 250-500 Paracetamol und 50-100 mg Koffein), die maximale Tagesdosis beträgt 6 Tabletten. Hier sollte eine längere Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen. Weitere Informationen finden sich in der Packungsbeilage, die vor Einnahme gelesen werden sollte.

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  • Ratiopharm Paracetamol Tabletten

    ParacetamolDiese Tabletten wirken, wie der Name schon sagt, mit dem Wirkstoff Paracetamol und sind reine Schmerztabletten. Das Produkt ist apothekenpflichtig und sehr günstig. Die Wirkung setzt nach etwa zehn Minuten ein. Empfohlene Dosis: ein bis zwei Tabletten bei einem Erwachsenen (500 bis 1000 mg Paracetamol). Das Produkt ist besonders gut im Preis-Leistungs-Verhältnis und kann auch in kleineren Mengen an Kinder verabreicht werden. Wie auch bei anderen Schmerzmitteln darf es nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da sonst die Kopfschmerzen arzneimittelinduziert sein könnten.
    Weitere Informationen finden sich in der Packungsbeilage, die vor Einnahme gelesen werden sollte.

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    1A Pharma Ibu 400 Akut FilmtablettenDer bewährte schmerzlindernde Wirkstoff Ibuprofen bekämpft Kopfschmerzen schnell und effektiv. Sowohl bei der Stiftung Warentest als auch beim Magazin Öko-Test lautet das Urteil “sehr gut”. Mit 2.50 Euro UVP je 10 Stück zählen die Tabletten zudem zu den günstigsten Ibuprofen 400 Präparaten auf dem deutschen Markt. Geeignet ab 12 Jahren.

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