mittelgegen.net Aktualitätscheck

letzte Überprüfung am 07.10.2015

Autorin
Young-Mi Kuen
Young-Mi KuenDipl. Pädagogin, B.A. Drehbuchunsere Autoren

Was ist mittelgegen.net?

mittelgegen.net hat es sich zum Ziel gemacht, Probleme und deren Lösungen kompetent, aktuell und präzise zu präsentieren. Wenn Sie einen Artikel gelesen haben, sollten Sie genau wissen, was nun zu tun ist, um Ihr Problem zu lösen.

kompetent

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präzise

Bei aller Komplexität mancher Thematik finden Sie bei uns immer einen oder mehrere präzise Lösungswege. Nachdem Sie sich hier informiert haben, sollten Sie genau wissen, wie Ihr Problem zu lösen ist und welches Mittel Ihnen ggf. helfen kann.

Von Verstopfung spricht man, wenn jemand weniger als 3 mal pro Woche Stuhlgang hat, dabei stark pressen muss und der Stuhl hart und klumpig ist. Häufige Begleiterscheinungen einer Verstopfung sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Druckgefühl im Bauch. Während eine vorübergehende Obstipation häufig ein Symptom für Darmträgheit aufgrund von Stress, Flüssigkeitsmangel oder einer falschen Ernährung ist, gibt es für chronische Verstopfung vielfältige Ursachen. Zur Behandlung bieten sich hydragoge Abführmittel wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat an, die im Vergleich zum Wirkstoff Polyethylenglycol gut verträglich sind.

Bisacodyl

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„Seine effiziente Wirkung bei Verstopfung konnte der Wirkstoff Bisacodyl in zahlreichen Studien nachweisen. Zudem gut verträglich!“

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Natriumpicosulfat

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„Schnell wirksam hilft Laxoberal mit dem Wirkstoff Natriumpicosulfat bei Verstopfung.“

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Natriumsulfat

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„Natriumsulfat in Pulverform zählt zu den lang bewährten Hausmitteln bei akuter Verstopfung und ist zudem eine sehr kostengünstige Behandlungsmöglichkeit.“

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Verstopfung

Bildnachweis: pikcha/Shutterstock.com

Gesamtwertung

Dulcolax Dragees
Laxoberal Tropfen
Glaubersalz

Definition, Symptome, Ursachen

Während eine vorübergehende Obstipation ausgelöst wird durch:

  • Darmträgheit aufgrund von Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Balllaststoffarme Ernährung
  • fieberhafte Erkrankungen
  • Schichtarbeit
  • Bettlägerigkeit
  • ungewohntes Essen

sind die Ursachen für eine chronische Obstipation vielfältiger.

Von einer chronischen Verstopfung spricht man, wenn jemand innerhalb von mindestens 3 Monaten unter mindestens 2 der folgenden Symptome leidet:

  • Starkes Pressen
  • Klumpiger oder harter Stuhl
  • Unvollständige Entleerung
  • Verschluss
  • Nachhelfen bei der Stuhlentleerung mit der Hand
  • Weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche

Als mögliche Ursachen kommen in Frage:

  • altersbedingte Verstopfung, unter der vor allem Frauen über 60 Jahre leiden
  • Reizdarmsyndrom, das sich durch einen Wechsel von Verstopfung und Durchfall äußert
  • Medikamente, wie Eisenpräparate, kalzium- und aluminiumhaltige Präparate gegen Sodbrennen, Antidepressiva, Medikamente gegen Reizblase und Inkontinenz, Parkinson oder Asthma, Opiate und Medikamente gegen Bluthochdruck
  • Kaliummangel: Eine Hypokaliämie wird beispielsweise durch häufigen Gebrauch von Abführmitteln verursacht.
  • Organische Darmerkrankungen wie Darmausstülpungen, Divertikulitis, Darmpolypen, Analfissuren- und –abszesse, Hämorrhoiden, Morbus Crohn, Rektumprolaps, Darmkrebs
  • Nervenstörungen, die beispielsweise durch Diabetes, Parkinson oder Multiple Sklerose verursacht werden können
  • Hormonstörungen, wie Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, eine Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Begleiterscheinung während einer Schwangerschaft

Was tun bei Verstopfung?

Abklärung durch den Arzt

Eine Abklärung durch den Arzt ist erforderlich, wenn jemand akute Verstopfung hat und:

  • sich Blut im Stuhl befindet
  • sich Schleim im Stuhl befindet
  • oder viel Gewicht verloren hat
  • unter Erbrechen, Übelkeit oder krampfartigen Schmerzen leidet

Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer akuten Verstopfung, die durch Stress, Flüssigkeitsmangel und ballaststoffarme Ernährung ausgelöst wird, sollte man:

  • viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu sich nehmen
  • in Ruhe essen und jeden Bissen gut durchkauen
  • 1,5 bis 2 Liter pro Tag trinken, bevorzugt Tee oder Wasser
  • sich ausreichend bewegen
  • den Stuhlgang nicht unterdrücken
  • eine Toilettenroutine entwickeln, um den Darm zu trainieren, beispielsweise jeden Morgen auf die Toilette gehen
  • sich Zeit nehmen zum Entspannen. Als hilfreich haben sich Progressive Muskelrelaxation und Autogenes Training erwiesen.

Hausmittel gegen Verstopfung

Bewährte Hausmittel bei Verstopfung sind:

  • ein Glas Wasser oder Fruchtsaft morgens auf nüchternem Magen trinken. Alternativ bietet sich ein Glas wwarmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone an.
  • eine morgendliche Bauchmassage im Uhrzeigersinn
  • Frische oder getrocknete Pflaumen oder Feigen zu sich nehmen
  • Sauerkraut als Saft oder Gemüse hilft bei Darmträgheit
  • Leinsamen, Flohsamen und Kleie mit viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Medikamente gegen Verstopfung

Bei akuter Verstopfung oder bestehender Verstopfung trotz Änderung des Lebensstils bieten sich verschiedene Abführmittel an:

Hydragoge Abführmittel, wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat lassen mehr Wasser in den Darm. Zu den langjährigen, bewährten und wissenschaftlich nachgewiesenen Laxantien zählt Dulcolax mit dem Wirkstoff Bisacodyl (Link zur Studie). Bisacodyl hemmt die Wasserresorption im Darm, stimuliert die Sekretion und wirkt prokinetisch. Bei oraler Einnahme setzt die Wirkung 6-12 Stunden nach Einnahme ein. Bei rektaler Anwendung nach 15-30 Minuten. Einer Studie (KAMM, M. A. et al.: Clin. Gastroenterol. Hepatol. 2011; 9: 577-83) zufolge kam es bei den Probanden, die zuvor 1,1 Darmentleerungen pro Woche hatten nach Einnahme von Bisacodyl zu 5,2 kompletten Darmentleerungen pro Woche.

Neben Bisacodyl gehört Natriumpicosulfat zu den lang bewährten Laxantien. In einer Studie (Link), an der 468 Patienten teilnahmen, hatten 51,1 % der Probanden nach Einnahme 3 mal pro Woche Stuhlgang, während dies in der Placebo-Gruppe nur 18 % waren. Zudem zeigte die Studie, dass Natriumpicosulfat sich für die Behandlung von chronischer Obstipation eignet, da der Wirkstoff gut verträglich ist.

Ein anderes, sehr effizientes Laxans ist Polyethylenglycol, das sich vor allem zur Dauerbehandlung von chronischer Verstopfung anbietet. Amerikanische Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von PEG an 304 Patienten (Link). 52 % der Probanden hatten mit PEG einen Behandlungserfolg, während es in der Placebo-Gruppe nur 11 % waren. Als störende Nebenwirkungen wurden Durchfall, Flatulenz und Übelkeit beschrieben. Als positiven Nebeneffekt verzeichneten die Wissenschaftler weniger Kopfschmerzen.

Einer aktuellen Studie der Universität Frankfurt nach hat sich das Präparat Linaclotide als sehr wirksam zur Behandlung von Verstopfungen und Reizdarm erwiesen. 12 Wochen lang erhielten 337 Patienten den Wirkstoff und berichteten über eine signifikante Besserung von Unterleibsschmerzen innerhalb der ersten Woche. Durch Linaclotide nimmt der Darm mehr Chlorid-Ionen auf und die Salzkonzentration wird erhöht. Dadurch gelangt mehr Wasser in den Darm und macht den Stuhl geschmeidiger und gleitfähiger. Neben leichten Nebenwirkungen verursachte Linoclotide bei mehr als 25 % der Probanden Durchfall. Linaclotide ist noch nicht in Deutschland erhältlich.

Fazit

Als effizientes und gut verträgliches Medikament zur Behandlung von Obstipation hat sich der Wirkstoff Bisacodyl erwiesen, der mehr als 60 Jahre auf dem Markt erhältlich ist und in zahlreichen Studien untersucht wurde.

Die Wirkweise von Bisacodyl und Natriumpicosulfat ist ähnlich. Natriumpicosulfat wirkt jedoch schneller. Bei rektaler Anwendung können Schmerzen und Blutungen im Bereich des Enddarms auftreten.

Recht neu ist der Wirkstoff Linaclotide, der durch eine sehr gute Verträglichkeit punktet, jedoch noch nicht in Deutschland erhältlich ist.

Obwohl PEG bei 52 % der Probanden einen Behandlungserfolg erzielen konnte, beschrieben die Probanden neben Durchfall, der auch bei den anderen Wirkstoffen auftritt, weitere störende Nebenwirkungen wie Flatulenz und Übelkeit.

Unser Mittel erster Wahl lautet daher Dulcolax mit dem Wirkstoff Bisacodyl.

Mittel gegen Verstopfung

  • Dulcolax Dragees

    Dulcolax DrageesSeine effiziente Wirkung bei Verstopfung konnte der Wirkstoff Bisacodyl in zahlreichen Studien nachweisen. Zudem gut verträglich! Anwendung bei Kindern nur auf ärztliche Anweisung.
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  • Laxoberal Tropfen

    Laxoberal TropfenSchnell wirksam hilft Laxoberal mit dem Wirkstoff Natriumpicosulfat bei Verstopfung. Anwendung bei Kindern ab 4 Jahre möglich nach Rücksprache mit einem Arzt. Vorsicht bei Fructose-Intoleranz!
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  • Glaubersalz

    GlaubersalzNatriumsulfat in Pulverform zählt zu den lang bewährten Hausmitteln bei akuter Verstopfung und ist zudem eine sehr kostengünstige Behandlungsmöglichkeit. Anwendung ab 6 Jahre möglich

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Wertung

Wirkung
Verträglichkeit
Kosten
Gesamt

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