In den vergangenen Jahren haben sich die Nacktschnecken rasant vermehrt. Über Nacht fressen sie ganze Gemüsebeete kahl und machen auch vor Blumenrabatten nicht Halt. In knapp 90 % der Fälle ist dafür die aus Südeuropa eingeschleppte Spanische Wegschnecke verantwortlich, die hierzulande keine natürlichen Feinde hat und sich nahezu ungehindert ausbreiten kann. Wer sich die Freude am Gärtnern nicht nehmen lassen will, sollte gegen die Schneckeninvasion vorgehen, ohne dabei den Naturhaushalt zu schädigen. Zur Bekämpfung eines leichten Schneckenbefalls ist das ökologisch unbedenkliche Schneckenkorn Neudorff-Ferramol hervorragend geeignet, bei stärkerem Schneckenbefall empfehlen wir Compo Schneckenkorn. Gegen Schneckeneier und Jungschnecken wirkt die fachgerechte Ausbringung von Kalkstickstoffdünger.

Schnecken?

Ursachen für die Ausbreitung von Schnecken

Schnecken sind Teil des ökologischen Zusammenspiels und werden normalerweise von ihren natürlichen Feinden, wie Igel, Vögel und Kröten in Schach gehalten. Die Spanische Wegschnecke jedoch, die in den 70er Jahren bei uns eingeschleppt wurde, vermehrt sich explosionsartig, weil sie wegen des bitteren und zähen Schleims, den sie bei Angriffen in großen Mengen produziert, von den einheimischen schneckenfressenden Tieren gemieden wird.

Eigenschaften von Schnecken

Die Spanische Wegschnecke ist eine gehäuselose Schnecke mit einer Länge von 70 bis 140 mm. Mit ihrer Raspelzunge kann sie pro Nacht Pflanzenmasse von bis zu 50% ihres Körpergewichts verschlingen. Dabei frisst sie neben Welkfutter auch große Mengen an Frischpflanzen. Die Spanische Wegschnecke kommt mittlerweile auf fast allen Grünflächen vor, sogar innerstädtische Bereiche werden von ihr besiedelt.

Die Wegschnecken sind Zwitter, die sich gegenseitig befruchten und dann pro Tier bis zu 400 Eier im Jahr ablegen. Die Entwicklung vom Ei bis zum geschlechtsreifen Tier dauert drei Monate. Schnecken und Schneckeneier überwintern im Boden.

Im Gegensatz zu den meisten Nacktschnecken verursachen Gehäuseschnecken kaum Fraßschäden, da sie sich hauptsächlich von Welkfutter ernähren. Viele Gehäuseschnecken wie die Weinbergschnecke stehen unter Naturschutz.

Natürliche Schneckenabwehr / Prävention

Als Vertilger von Nacktschnecken haben sich Indische Laufenten bestens bewährt. Die Pflege ist zwar aufwändig, denn sie brauchen Zufutter, einen Stall, eine Bademöglichkeit und eine feste Umzäunung. Die Anschaffung Indischer Laufenten sollte gut überlegt sein, da diese Enten nicht nur Schnecken, sondern auch Pflanzen fressen. Unter Umständen kann der Schaden genauso groß sein wie der Nutzen.

Damit sich Schnecken im Garten gar nicht erst ausbreiten, lohnt es sich Pflanzen zu verwenden, die von Schnecken gemieden werden. Dazu zählen viele Duftkräuter wie Lavendel, Thymian und Rosmarin. Auch einige Stauden wie Storchschnabel, Akelei und Frauenmantel werden selten von Schnecken gefressen. Im Gemüsebeet werden Rucola, Gartenkresse und Pflücksalat wenig befallen.

Eine gute Möglichkeit zur Begrenzung des Schneckennachwuchses ist die Düngung mit Kalkstickstoff im Frühjahr. Dabei werden in der Umsetzungsphase des Düngers die Schneckeneier und Jungschnecken vernichtet. Etwa zwei Wochen nach der Düngung ist der Boden dann bereit für die Bepflanzung und Aussaat.

Schnecken bekämpfen

Haben sich die Schnecken erst einmal im Garten breit gemacht, hilft nur noch die Ausbringung von Schneckenkorn. Empfohlen werden Mittel mit den Wirkstoffen Eisen-III-Phosphat oder Metaldehyd, die ökologisch verträglich sind. Mittel mit dem Wirkstoff Methiocarb sind wegen der hohen Giftigkeit nicht zu empfehlen.