Flohbefall ist keine Schande, sondern ein wiederkehrendes Problem vieler Haustierbesitzer. Zum Glück lassen sich die Lästlinge mit frei verkäuflichen Insektiziden wirksam bekämpfen. Für die direkte Anwendung am Tier haben sich Frontline Spot-on-Lösungen und Novartis Program Filmtabletten besonders bewährt. Die Wohnung hält Neudo Antifloh flohfrei.

Hintergründe von Flöhen

Wenn der Hund sich den Rücken blutig kratzt oder die Katze ihr Fell bis zum Haarausfall leckt, sollten die Alarmglocken schrillen. Den Verdacht auf Flöhe erhärten verkrustete Hautstellen, helle Floheier und schwarze Kotkrümel, die auf feuchten Papiertüchern rote Schlieren ziehen. Spätestens wenn auf der eigenen Haut juckende Flohstiche und Papeln auftreten, ist es Zeit, der Parasitenplage den Kampf anzusagen. Flöhe sind zwar nur Lästlinge und keine Krankheitserreger, übertragen aber als Zwischenwirte u. a. Rickettsien, Mykoplasmen oder Bandwürmer. Deshalb ist es ratsam, sie so schnell wie möglich loszuwerden. Da Flöhe noch immer mit schlechter Hygiene assoziiert werden, wollen viele Betroffene die Flohplage nicht an die große Glocke hängen, sondern diskret mit rezeptfreien Flohmitteln bekämpfen.

Was steckt hinter einem Flohbefall?

Tatsächlich sind Flöhe aber kein Zeichen mangelnder Körperhygiene mehr. Der Menschenfloh, der sich auf zweibeinigen Waschmuffeln wohlfühlt, ist in Mitteleuropa nahezu ausgerottet. Hinter 70 % aller Flohbefälle steckt heutzutage der Katzenfloh – trotz seines Namens auch bei Hunden und Menschen der häufigste Floh. Treffen kann es jeden: In einer 12-monatigen Untersuchung an fast 1300 bayrischen Hunden und Katzen betrug die Floh-Prävalenz im Jahresmittel 5 % bei Hunden und 10 % bei Katzen. Rund ein Fünftel aller Haustierbesitzer gab ab, auch an sich selbst oder Familienmitgliedern schon einmal Flohstiche entdeckt zu haben (Quelle: Epidemiologische Untersuchungen zum Vorkommen und zur Verbreitung von Flöhen bei Hunden und Katzen im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen).

Flöhe

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Der Floh – ein Portrait

Flöhe sind flügellose Insekten, die bis zu 6 mm lang werden können. Einen geeigneten Wirt bespringen sie dank kräftiger Sprungbeine aus bis zu 30 cm Entfernung und zapfen mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen einige Mikroliter Blut ab. Lästig ist nicht der Blutverlust, sondern der Juckreiz, den Histamin und verwandte Substanzen im Speichel der Parasiten verursachen. Nach ihrer Blutmahlzeit verlassen die Flöhe den Wirt wieder und verkriechen sich an warmen Rückzugsorten wie z. B. in Fußbodenritzen, unter Teppichen oder in Liegekörben von Haustieren. Dort legen die Weibchen Eier, die bei günstigen Bedingungen in 3-4 Wochen über Larven und Puppen zu neuen Flöhen heranreifen. Maximal 5 % der gesamten Flohpopulation befinden sich zu jedem Zeitpunkt tatsächlich auf dem Wirt, der Rest ist in unreifen Stadien in der Umgebung verteilt – ein wichtiger Fakt für die Bekämpfung einer Flohplage.

Was tun gegen Flöhe? | Flöhe bekämpfen

Da sich die Parasiten nur kurzzeitig auf der menschlichen Haut aufhalten, ist es weder notwendig noch effektiv, sie dort mit der chemischen Keule zu bekämpfen. Normale Körperhygiene wie Duschen oder Baden entfernt alle akut vorhandenen Flöhe. Schweren Juckreiz können Salben mit Antihistaminika lindern. Alle heiß waschbaren Kleidungsstücke und Wohntextilien sollten außerdem bei 60 Grad in der Waschmaschine landen.

In Tierfell halten sich Flöhe und ihre Eier hartnäckiger. Zum Teil lassen sie sich mechanisch mit einem fein gezinkten Flohkamm auskämmen – diese Maßnahme dient allerdings eher der Diagnose als der Bekämpfung. Die eigentlich Ausrottung der Parasiten gelingt nur mit chemischen Insektiziden und/oder Insektenentwicklungshemmern. Erstere töten die Insekten direkt ab, letztere verhindern, dass die frühen Entwicklungsstadien zu fertigen Flöhen ausreifen können. Die Insektengifte sind in unterschiedlichen Formen erhältlich: als Spot-on-Produkte für die direkte Anwendung auf der Tierhaut sowie als Sprays, Shampoos, Vernebler/Fogger, Puder, Halsbänder oder Tabletten. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 2010 in einer großen Studie über 80 handelsübliche Flohmittel unter die Lupe genommen (Quelle: Öko-Test). Die Tester bestätigten, dass synthetische Mittel wesentlich wirksamer sind als natürliche Alternativen wie ätherische Öle oder Essig. Da viele der konventionellen Insektizide aber auch auf Mensch und Haustier toxisch wirken können, sind nicht alle Produkte uneingeschränkt empfehlenswert.

Neben dem Haustier muss immer auch der Wohnraum entwest werden. Dabei ist gründliches Staubsaugen der erste Schritt: Nicht nur Fußböden und Teppiche, sondern auch Polstermöbel, Kissen, Transportkäfige und Autorücksitze sind sorgfältig abzusaugen. Tipp: Teppiche und Sitzgarnituren etwa 10 Minuten vor dem Absaugen mit reichlich Kochsalz bestreuen – das treibt die Tierchen an die Oberfläche. Damit die Flöhe nicht einfach wieder aus dem Staubsauger klettern, die Staubsaugerbeutel sofort nach dem Saugen in Mülltüten luftdicht verpacken und entsorgen. Laut einer veterinärmedizinischen Studie der LMU München lassen sich durch sorgfältiges Staubsaugen 40-80 % der Floheier aus Teppichen entfernen, aber nicht einmal 5 % der Larven (Quelle: Untersuchungen zur Populationsdynamik von Katzenflöhen (Ctenocephalides felis) – Das Konzept der Integrierten Flohbekämpfung). Auch in der Wohnung müssen also Insektizide den widerstandsfähigen Plagegeistern zu Leibe rücken. Wichtig: Die Entseuchung von Wohnraum und Tier muss zeitgleich erfolgen. Unbehandelte Tiere nicht in eine gereinigte Wohnung und behandelte Tiere nicht eine verseuchte Wohnung lassen.

Mittel gegen Flöhe