mittelgegen.net Aktualitätscheck

letzte Überprüfung am 15.10.2014

Autorin
Young-Mi Kuen
Young-Mi KuenDipl. Pädagogin, B.A. Drehbuchunsere Autoren

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mittelgegen.net hat es sich zum Ziel gemacht, Probleme und deren Lösungen kompetent, aktuell und präzise zu präsentieren. Wenn Sie einen Artikel gelesen haben, sollten Sie genau wissen, was nun zu tun ist, um Ihr Problem zu lösen.

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Im Schnitt leidet etwa jeder dritte Deutsche 1,7 mal im Jahr an Durchfall. Entgegen früherer Annahmen sollte Durchfall ab den ersten Symptomen behandelt werden.Verursacht wird Durchfall durch Infektionen mit Viren oder Bakterien. Als geeignetes Mittel hat sich der Wirkstoff Loperamid bewährt, der im Gegensatz zu Racecadotril besser verträglich ist und bereits wenige Stunden nach der Einnahme zu Beschwerdefreiheit führen kann. Ebenfalls empfehlenswert zur Behandlung von milden Durchfällen bei Kindern sind Probiotika, die kaum Nebenwirkungen aufweisen und sich auch zur Prophylaxe von Durchfällen, beispielsweise während der Einnahme von Antibiotika, bewährt haben.

Loperamid

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Imodium akut„Schnell und effizient! Studien bestätigen die Wirksamkeit des Wirkstoffs Loperamid als Mittel erster Wahl zur Behandlung von akuten Durchfällen!“

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Probiotika

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Darmflora plus select„Probiotika – die sanfte Alternative zur Behandlung von milden Durchfällen, ebenfalls geeignet zur Prophylaxe, beispielsweise während der Einnahme von Antibiotika.“

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Elektrolyte

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Oralpädon„Aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes verliert der Körper wichtige Salze, Mineralien und Nährstoffe, die mit Hilfe von Elektrolytlösungen hinzugeführt werden sollten, insbesondere bei Kleinkindern.“

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Durchfall

Bildnachweis: PrinceOfLove/Shutterstock.com

Gesamtwertung

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Definition und Ursachen

Unter Durchfall versteht man sehr weichen bis flüssigen Stuhlgang, der 3 mal oder öfter täglich erfolgt und häufig von Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen begleitet wird. Verursacht wird Durchfall durch:

  • Infektionen mit Viren oder Bakterien
  • Verdorbene Lebensmittel
  • Lebensmittelunverträglichkeiten, wie Laktoseintoleranz
  • Reizdarmsyndrom
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn
  • Nebenwirkungen von einigen Medikamenten, wie Antibiotika

In der Regel dauert ein akuter Durchfall bis zu einer Woche an. Bei einem länger als 14 Tage andauernden Durchfall spricht man von persistentem Durchfall, nach über 30 Tagen von chronischem Durchfall.

Da Durchfall, insbesondere zusammen mit Erbrechen zu einem hohen Flüssigkeitsverlust führt, sollten vor allem Kleinkinder, Menschen mit einem schwachen Immunsystem und ältere Menschen ärztlich behandelt werden, um eine Austrocknung zu vermeiden.

Anzeichen einer Dehydration

Besonders groß ist die Gefahr der Austrocknung bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen. Symptome für einen starken Flüssigkeitsverlust können bei Kindern sein:

  • Teilnahmslosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Eingefallene Augen, Wangen oder Gesicht
  • Schnelle Atmung
  • Benommenheit
  • Dunkler Urin
  • Fehlender Harndrang
  • Trockene Lippen
  • Die Haut verliert ihre Elastizität: Wenn man die Haut am Bauch mit 2 Fingern drückt und loslässt, kehrt sie nicht sofort in ihre ursprüngliche Form zurück.

Was hilft gegen Durchfall?

Um den Verlust von Flüssigkeit, Salzen und Mineralstoffen auszugleichen, ist es am wichtigsten, dass der Patient viel trinkt. Darüber hinaus bieten sich Elektrolytlösungen an, die Salze, Mineralstoffe, Traubenzucker und wichtige Nährstoffe enthalten, die der Körper bei Durchfall ausscheidet. Erhältlich sind Elektrolytlösungen als Pulver in Apotheken.
Wurde der Durchfall durch Bakterien verursacht, können Antibiotika helfen.

Loperamid

Zu den bekanntesten Medikamenten zur Behandlung von Durchfall gehört Imodium akut mit dem Wirkstoff Loperamid. Loperamid wirkt antisekretorisch, erhöht die Fähigkeit der Darmzellen, flüssige Stoffe aufzusaugen und normalisiert die Darmbeweglichkeit. Studien belegen, dass sich Bakterien in einem wässrigen Milieu stärker vermehren, während eine Verlangsamung der Darmbeweglichkeit zu einer Reduzierung der Bakterien führt (Effect of loperamide on fecal flora of children with severe prolonged diarrhea; Effect of changing transit time on colonic microbial metabolism in man.). Daher ist die Behandlung mit einem motilitätshemmenden Wirkstoff wie Loperamid angebracht. Verschiedene Studien, an denen mehrere tausend Patienten teilnahmen, bestätigten die Wirksamkeit von Loperamid. So waren 40 % der Loperamid-Probanden bereits in den ersten Stunden nach der Einnahme beschwerdefrei. Der große Vorteil einer schnellen Beschwerdefreiheit liegt in dem verminderten Flüssigkeitsverlust. Die Patienten können ihren Elektrolythaushalt schneller stabilisieren.

Vorbeugende Mittel

Da Antibiotika bei 10 % bis 30 % der Patienten Durchfall verursachen, werden häufig Probiotika zeitgleich eingenommen. Verschiedene Studien belegen, dass die Einnahme von Probiotika das Auftreten von Durchfällen um 50 % bis 70 % reduziert.

Quellen: WISTROM, J. et al.: J. Antimicrob. Chemother. 2001; 47: 43-50; McFarland, L.V.: Am. J. Gastroenterol. 2006; 101: 812-22; Sazawal, S. Et al: Lancet Infect. Dis. 2006; 6: 374-82; Cremonini, F. Et al: Aliment. Pharmacol. Ther. 2002; 16: 1461-7; D’Souza, A.L. et al: BMJ 2002; 324: 1361-6

Racecadotril

Das ebenfalls antisekretorisch wirkende Racecadotril bietet sich zur Behandlung von Durchfall bei Kindern und Säuglingen ab 3 Monaten an. 2 Studien untersuchten die Wirksamkeit von Racecadotril an 307 Kindern zwischen 3 Monaten und 4 Jahren, die an akuten Durchfällen litten. Im Schnitt konnte die Anzahl der Durchfälle innerhalb von 48 Stunden reduziert und die Krankheitsdauer um einen Tag verkürzt werden. Kritisch zu sehen ist, dass Racecadotril häufig Übelkeit und Erbrechen verursacht und in einigen Fällen Darmverschluss während der Behandlung auftrat. Zudem besteht die Gefahr, dass das Krankheitsbild verschleiert wird und dadurch eine eigentlich notwendige Therapie zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlust nicht ausreichend erfolgt.

Quellen: Cezard, J.P. et al: Gastroenterology 2001; 120: 799-805; Salazar-Lindo, E. Et al: N. Engl. J. Med. 2000; 343: 463-7

Probiotika

Zur Behandlung von milden Durchfällen haben sich Probiotika bzw. Milchsäurebakterien bewährt, die in Joghurt und anderen Milchprodukten enthalten sind. Wissenschaftler der Cochrane Collaboration führten eine Meta-Analyse zu der Wirksamkeit von Probiotika bei Durchfällen durch und werteten 63 Studien mit rund 8.000 Teilnehmern aus, die unter akutem Durchfall litten und Probiotika in Form von Joghurt, Milch, Pulver, Kapseln oder Babynahrung zu sich nahmen. Dabei stellte sich heraus, dass die Krankheitsdauer um 1 Tag verkürzt werden konnte (Link zur Studie). In einer Vergleichsstudie hatten 59 % der Probanden nach 3 Tagen keinen Durchfall mehr, während 37 % in der Kontrollgruppe nach 3 Tagen beschwerdefrei war. In einer anderen Meta-Analyse mit 4 Studien und fast 500 Kindern konnten Wissenschaftler der Cochrane Collaboration einen positiven Effekt von Probiotika auf anhaltenden Durchfall feststellen (Link zur Studie). Die Krankheitsdauer konnte bei Einnahme von Probiotika um einige Tage reduziert werden. Zudem treten bei der Einnahme von Probiotika kaum Nebenwirkungen auf. In seltenen Fällen können bei Menschen mit schwachem Immunsystem oder schweren Vorerkrankungen Infektionen durch die Bakterien / Hefen in Probiotika ausgelöst werden, die in einzelnen Fällen zu Entzündungen des Herzmuskels oder zu einer Blutvergiftung führen.

Fazit

Als Mittel erster Wahl zur Behandlung von Durchfällen hat sich der Wirkstoff Loperamid erwiesen. Bereits wenige Stunden nach der Einnahme konnte Loperamid in 40 % der Fälle eine Beschwerdefreiheit erzielen. Zudem weist Loperamid kaum Nebenwirkungen auf.

Im Vergleich hierzu wird die Einnahme von Rocecadotril häufig von Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen begleitet, wodurch ein höherer Flüssigkeitsverlust erfolgt. Zwar konnte die Krankheitsdauer in Studien um 1 Tag verkürzt werden, jedoch ist insgesamt von der Einnahme von Rocecadotril aufgrund der Nebenwirkungen abzuraten, da insbesondere bei Kindern und Säuglingen die Gefahr der Austrocknung größer ist.

Zur Behandlung von milden Durchfällen bei Kindern haben sich Probiotika bewährt. 59 % der Probanden waren nach 3 Tagen beschwerdefrei. Darüber hinaus können Probiotika Durchfällen in 50 % bis 70 % vorbeugen und weisen zudem kaum Nebenwirkungen auf.

Zum Ausgleich des Verlustes an Salzen, Mineralien und Nährstoffen haben sich Elektrolytlösungen bewährt, die dem Patienten helfen, bei Kräften zu bleiben.

Mittel gegen Durchfall

  • Imodium akut

    Imodium akutSchnell und effizient! Studien bestätigen die Wirksamkeit des Wirkstoffs Loperamid als Mittel erster Wahl zur Behandlung von akuten Durchfällen!

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  • Darmflora plus select Kapseln

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  • Oralpädon neutral

    OralpädonAufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes verliert der Körper wichtige Salze, Mineralien und Nährstoffe, die mit Hilfe von Elektrolytlösungen hinzugeführt werden sollten, insbesondere bei Kleinkindern. Geschmacksneutral kann Oralpädon neutral in Wasser, Tee oder Schorlen gemischt werden und hält sich als fertige Lösung 24 Stunden bei Kühlung.

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